Kategorie: Technik

Technik | 27.02.2015

Heute war schrauben angesagt. Stefan lud uns ein gemeinsam mit ihm zu basteln und wir fanden uns in Erwartung auf die leckeren in Aussicht gestellten Grillwürstchen und Bier gegen Abend ein.

In Angriff genommen haben wir den Austausch eines 3×10 auf 2×10 Antrieb an Stefans Cube, Austausch des Umwerfer und Schaltzug.
Der Austausch des Antrieb ging schnell und einfach von statten. Eine besondere Herausforderung war jetzt der Austausch des Schaltzuges für den Umwerfer. Innen verlegter Schaltzug, nur mal so als Anmerkung.

Protips:

  1. Beim Austausch des Schaltzug den XT-Schalter am Lenker noch nicht von 3 auf 2 fach umstellen, sonst kann man den Schaltzug nicht ausfädeln.
  2. Einen passenden Schaltzug bestellen der an einem Ende so bearbeitet ist das er nicht spleißen kann. Keine Universal Schaltzüge bestellen
  3. Geduld mitbringen wenn man vom Oberrohr bis zum Innenlager den Zug durchfädelt, es geht man braucht aber Geduld
  4. Nicht voreilig oder schnell die alten Züge „rausziehen“. Sonst zieht man möglicherweise eine Zugführung mit aus die man mühselig wieder einfädeln muss
Die nicht bestellen

Die nicht bestellen

Das sind die richtigen bei SRAM/Shimano

Das sind die richtigen bei SRAM/Shimano

Absoluter Protip:

  1. Bevor man etwas abbaut, mit dem smartphone ein Foto von dem machen was man ausbaut um zu sehen wie es wieder aussehen sollte wenn man es wieder einbaut
  2. Bier und Grillgut bereitstellen, dann bleibt der Spaß erhalten

Technik | Aussenschaltzüge

Aussenschaltzüge. Na und? Da habe ich mir auch nicht wirklich Gedanken zu gemacht als ich mein Bike beim Händler aussuchte. Wie über so vieles nicht…

Das man Schaltzüge für die Schaltung auch innerhalb des Rahmens verlegen kann war mir damals nicht wirklich bewusst und ich hätte den enormen Vorteil auch nicht erkannt. Damals.
Jetzt wo ich bereits mehrere hunderte Kilometer im Dreck und Schlamm mit meinem Bike verbracht habe, fange ich an da mal etwas genauer drüber nachzudenken.

Das erste mal habe ich vor einigen Wochen bemerkt das mein Schaltwerk sich immer schwerer dazu bewegen liess doch mal die von mir gewünschten Positionen einzunehmen. Was macht der geneigte Unwissende da natürlich zu erst? Richtig. Ordentlich Öl auf das Schaltwerk und sich wundern das das Schaltwerk jetzt zwar so richtig ordentlich geschmiert ist aber die Befehle des Gangschalters aus dem Cockpit nicht wirklich dort ankommen geschweige denn umgesetzt werden. Also mal in Denkerpose sich vor das Bike gesetzt, schlauen Blick auf und grübeln was da jetzt schon wieder los ist. Was soll da schon los sein. Gangschalter, Bowdenzug, Schaltwerk. Und auf dem Weg jede Menge Halterungen und komische Plastikverkleidungen nebst Unterbrechungen wo man wie gebannt dem Bowdenzug zuschauen kann wie er in die Plastikverkleidungen verschwindet. Was soll also jetzt kaputt, defekt oder sonst irgendwie die Schaltung beeinträchtigen. Ist ja offensichtlich keine Raketenwissenschaft.
Also kommt jetzt Plan B hervor. Der bedeutet was? Richtig! Ahnungslos etwas zerlegen in der Hoffnung es reparieren zu können und nach einem stillen Gebet wieder zusammensetzen zu können „ohne“ das zu viele wichtig aussehende Kleinteile übrig bleiben.
Somit baute ich also mal eben den Schaltzug für mein Schaltwerk aus.

Ich fand beim herausziehen der Bowdenzüge aus den Plastikverkleidungen, die man auch liebevoll Schaltzughülle nennt, was? Dreck und Rost. Die Schutzhülle ist ja nicht wasserdicht. Und wenn man so vernarrt in jede Pfütze und jedes Schlammloch ist wie ich und in jede dieser unausweichlich auf dem Weg liegenden Herausforderungen voller Freude hinein und durchfährt, dann darf man sich nicht wundern das sich Schlamm und Wasser in den Schaltzughüllen absetzen. Das ganze verdichtet sich schön und lässt die Schaltzüge mit einer recht ansehlichen Rostschicht innerhalb von Monaten um Jahre altern. Jeder Schaltvorgang erzeugt somit eine Reibung innerhalb der Schaltzughülle die selbst meinen Schalthebel zur Aufgabe durch innerlichen Zusammenbruch zwangen.

Um den ganzen Abhilfe zu schaffen ist es doch nur logisch das man auf durchgehende Schaltzughüllen umrüstet. Eine famose Idee. Wieso ist da vor mir noch niemand drauf gekommen dachte ich bei mir. Ich Genie bestellte also sofort Futter für meine Bastelstunde im Keller und freute mich schon darauf einen Schaltzug mit Hülle komplett durchgängig vom Schalthebel bis Schaltwerk an mein Bike zu klatschen. Entgegen jeglicher Physikalischen Bedenken die sich nicht hervortrauten vor lauter Begeisterung darüber das ich wieder einmal den Wert meines Bike ins unermessliche steigere.

Die Physik brachte mich jetzt beim ansehen des vor mir liegenden neuen Kevlarverstärkten Schaltzuges dazu mein Testosteron mal etwas zu zügeln und zur Abwechslung mal logisch zu denken. Und zwar habe ich mir jetzt (erst) die genaueren Hebel und Kräfteverteilungen die beim schalten notwendig sind und auftreten mal genauer betrachtet. Schalte ich oben im Cockpit mit den Schalthebel, ziehe ich ja Schaltzug. Je nachdem in welche Richtung ich schalte. Aber betrachte ich mal das ziehen des Schaltzug. Während ich also am Schaltzug „ziehe“, hält der zweite angeschweisste Schaltzughalter am Oberrohr die Schaltzughülle fest und verhindert das ich die Schaltzughülle in meinen Schalthebel hinein ziehe. Dadurch kann der Schaltzug ungehindert durch die Hülle in den Schalthebel gezogen werden und das Schaltwerk wird durch das ziehen gespannt. Soweit die laienhaft schnell erkannte Theorie des schaltens. Ich würde es jetzt als problematisch sehen, aus rein physikalischer Sichtweise, wenn auf dem Weg vom Cockpit bis zum Schaltwerk kein fester Punkt am Rahmen die Schaltzughülle so fixiert wie es vorgesehen ist. Würde ich jetzt die Schaltzughülle durchgängig ohne festen Punkt am Rahmen einfach am Rahmen mit Kabelbindern o.ä, versuchen zu fixieren, würde doch jeder Schaltvorgang der Spannung am Schaltzug erzeugt, mir den Schaltzug vom Rahmen reissen. Oder liebe Fachleute? Bitte verbessert mich wenn ich falsch liege, oder wenn ihr es geschafft habt meinen Text bis hierhin zu ertragen/lesen.

Also habe ich den Schaltzug den ich mir bestellt habe ebenso „unterbrochen“ am Rahmen verlegt und in die vorgesehen Halterungen eingeklemmt. Mit einem kleinen Unterschied. Das Set was ich mir gekauft habe, beinhaltet eine Gummihülle die man über die freiliegenden Schaltzüge ziehen kann und die Enden der Schaltzughüllen abdichtet. Das war also das ganze Geheimnis. SO hoffe ich.  Das wird ein Langzeittest zeigen und ich werde an passender Stelle darüber berichten.

Gekauft habe ich mir dieses Set: Jagwire Schaltzugset Ripcord Kevlarlook, rot und ich frage mich immer noch wie man die Schaltzughüllen richtig schneiden kann. Meine Eisensäge hat ein Ergebnis geliefert mit dem ich nicht so ganz zufrieden bin, aber leben kann. Weil ich es jetzt muss. 😉

So, ich hoffe nicht zuviel Blödsinn geschrieben zu haben und freue mich auf Kommentare dazu 😉

Lenkergriff Peaty Cheers

Die werkseitig montierten Lenkergriffe hatte ich in Erwartung an ein entspannteres Fahren gegen Ergonomische Griffe mit Hörnchen getauscht. Diese brachten mir nicht das erhoffte und somit wurden diese gegen Lizard Skins Lock-On Peaty Cheers Griff in Grau mit roten Alu Klemmschellen getauscht. Eine Entscheidung die ich bis heute nicht bereue.

Ich fahre MTB mit Handschuhen und diese Griffe geben mir genug Halt und sind nicht so empfindlich bei Dreck und Staub. Auch wenn die äußeren Klemmschellen mittlerweile etwas verkratzt sind nach diversen Ausflügen Richtung Waldboden und Seitenberührungen mit der Kellerwand, bin ich sehr zufrieden mit den Griffen. Eine klare Kaufempfehlung wer gerne runde Griffe ohne ergonomische Ausformungen fährt.

Bike Rucksack

Für meine Mountainbike Touren war ich etwas länger unterwegs mir einen geeigneten Rucksack anzuschaffen. Meine Anforderungen waren: Leicht, MTB Tauglich, Trinkblasentauglich und preislich nicht jenseits von Gut und Bösen. Der Verkäufer bei Drahtesel in Bonn (wo ich auch mein MTB erstanden habe) hat mir unter anderen den Deuter Race Exp Air gezeigt. Von diesem war ich hin und weg, da er alle meine gestellten Anforderungen erfüllt.

Heute habe ich den Rucksack den ersten Praxistest unterzogen. Ich kann nur positives berichten. Das Fassungsvermögen ist vollkommen ausreichend und der Tragekomfort ebenso. Da der Rucksack weit weg vom Rücken ist schwitzt er auch nicht voll und der Rücken wird entsprechend belüftet. Sehr angenehm. Der Race Exp Air ist ein sogenanntes H2O Modell. Dies bedeutet das eine Trinkblase aufgenommen werden kann und die erforderlichen Öffnungen im Rucksack und die Laschen am Schultergurt vorhanden sind um den Trinkschlauch herauszuführen. Hinein passt eine 3 Liter Trinkblase und auch das notwendige Werkzeug und Material für ausgedehnte Ausritte. Die 69 Euro sind da gut angelegt wie ich finde.