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Tour | 28.02.2016 | Endlich wieder Trails

Das grinsen in den Gesichtern zum Schluß der Tour beweist uns das die trailarme Winterzeit endlich zu Ende ist. Das Wetter lud ja gerade dazu ein sich auf das Bike zu werfen und die Trails unter die Laufräder zu nehmen. Niemand hatte eine Idee wo es hin geht und auf welchen Weg dies geschehen sollte. Beste Voraussetzungen also für eine Fun-, Laber- und Erkundungstour.

Ganz unbedarft sind wir ja nicht und jeder von uns vieren kennt da so den einen oder anderen Weg. Und wenn es mal an einer Weggabelung heisst „Wo sollen wir lang? Links oder rechts? Links rum kenn ich. Kennt niemand den rechten Weg?“ Dann hört nicht auf den einen speziellen in der Gruppe der dann sagt „Sieht aber ganz fahrbar aus der Weg. Zeit haben wir auch. Lasst uns doch mal da lang und wir lernen was neues kennen.“ Denn es endet mit um den Hals gehangenen zusammengeschnürten FiveTen in denen die Socken stecken, während man mit bis zum Knie hochgekrempelten Hosen durch einen gefühlt -10 Grad kalten Bach watet.

Trotzdem haben wir es sehr genossen den einen und anderen Trail wieder mit zu nehmen, den wir im Winter eher auslassen mussten. Somit ist die Saison der glücklichen Gesichter wohl damit wieder eröffnet.

Pro Tip am Rande: Wenn ein Befestigter Weg der eigentlich zum Wandern einladen sollte, keine Beschilderung oder Zeichen aufweist, dann ist da was faul und es lohnt sich nicht immer diesen Weg einzuschlagen. Es sei denn man watet gerne durch eiskalte Bäche.

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Garmin Edge 25

g1Ein Tacho für das Bike musste her. Toll wäre es wenn dieser auch noch die gefahrenen Strecken aufzeichnet. Das bedeutet also GPS und ein entsprechend intelligentes Gerät. Eine Schnittstelle zum Datenabgleich wäre jetzt auch nicht das verkehrteste. Da fällt den meisten die Marke Garmin ein. Mir auch. Um meinen Geldbeutel zu schonen habe ich mir ausnahmsweise mal nicht das größte sondern das kleinste Modell ausgesucht. Eigentlich untypisch für mich, aber die Entscheidung war richtig wie sich herausstellte.

Gekauft habe ich also das Garmin Edge 25 mit GPS und Glonas. Als nette dreingabe obendrauf hat das Teil auch noch Bluetooth und ANT+ eingebaut. Bluetooth nutze ich um die Fahrten mit dem iPhone und der Garmin connect APP zu synchronisieren. Man kann auch sein smartphone mit dem Garmin über Bluetooth koppeln und während der Fahrt eingehende Nachrichten vom smartphone lesen oder auch Telefongespräche annehmen. Allerdings hat sich herausgestellt das sich die eh schon knapp bemessene Batterielebensdauer von ca 4h um knapp die Hälfte auf 2h reduziert. Also schalte ich Bluetooth jetzt nur noch zum synchronisieren ein. Auch ist das lesen von Mails während einer rasanten Abfahrt nicht immer ratsam.

Das Gerät zeichnet zuverlässig auf und bisher habe ich bis auf die etwas knapp bemessene Batterielebensdauer nichts an dem Gerät auszusetzen. Im Lieferumfang sind übrigens zwei Halterungen inklusive. Somit muss man für sein Zweitbike nicht immer umbauen. Ebenso im Lieferumfang befindet sich ein Ladeadapter der auch gleichzeitig über den USB Anschluß die Synchronisation mit einem Computer herstellt.

g2Das nachfahren von Routen über das Gerät ist nicht sehr komfortabel. Da das Display sehr klein ist kann man sich schon denken das eine Kartenanzeige grundsätzlich nicht von Erfolg gekrönt sein kann. Es werden vielmehr Pfeile mit Richtungsangaben und Entfernungen hierzu angezeigt. Dies mag auf der Strasse und befestigten wegen ganz gut funktionieren. Allerdings ist dies im verwinkelten Trail mitten im Wald eher nicht ratsam und man verfährt sich doch häufiger. Das Gerät ist also eher Aufzeichnungsgerät und TAcho als Ratgeber in unbekannten Terrain.

 

[PK]

[update Juni2016

Nach einem Wechsel des Smartphone funktioniert die Koppelung des Edge über Bluetooth mit dem neuen Smartphone nicht. Es bricht dauernd mit einer Meldung das die Koppelung nicht durchgeführt werden kann ab. Somit bleibt nur die Synchronisation mit dem Computer über den USB Adapter übrig um seine gefahreren Strecken herunterzuladen. Auch ist bei einem der letzten Updates des Edge die Möglichkeit eigene Strecken zum nachfahren auf das Gerät zu laden offensichtlich rausgeflogen. Die Strecken die ich bereits auf dem Gerät gespeichert habe sind noch vorhanden. Allerdings ist das nachfahren von Strecken mangels Kartenanzeige auch nicht ratsam. Alleine die Pfeilanzeigen auf dem Display reichen nicht aus um die versteckten Traileinfahrten zu finden. ]

Technik | 27.02.2015

Heute war schrauben angesagt. Stefan lud uns ein gemeinsam mit ihm zu basteln und wir fanden uns in Erwartung auf die leckeren in Aussicht gestellten Grillwürstchen und Bier gegen Abend ein.

In Angriff genommen haben wir den Austausch eines 3×10 auf 2×10 Antrieb an Stefans Cube, Austausch des Umwerfer und Schaltzug.
Der Austausch des Antrieb ging schnell und einfach von statten. Eine besondere Herausforderung war jetzt der Austausch des Schaltzuges für den Umwerfer. Innen verlegter Schaltzug, nur mal so als Anmerkung.

Protips:

  1. Beim Austausch des Schaltzug den XT-Schalter am Lenker noch nicht von 3 auf 2 fach umstellen, sonst kann man den Schaltzug nicht ausfädeln.
  2. Einen passenden Schaltzug bestellen der an einem Ende so bearbeitet ist das er nicht spleißen kann. Keine Universal Schaltzüge bestellen
  3. Geduld mitbringen wenn man vom Oberrohr bis zum Innenlager den Zug durchfädelt, es geht man braucht aber Geduld
  4. Nicht voreilig oder schnell die alten Züge „rausziehen“. Sonst zieht man möglicherweise eine Zugführung mit aus die man mühselig wieder einfädeln muss
Die nicht bestellen

Die nicht bestellen

Das sind die richtigen bei SRAM/Shimano

Das sind die richtigen bei SRAM/Shimano

Absoluter Protip:

  1. Bevor man etwas abbaut, mit dem smartphone ein Foto von dem machen was man ausbaut um zu sehen wie es wieder aussehen sollte wenn man es wieder einbaut
  2. Bier und Grillgut bereitstellen, dann bleibt der Spaß erhalten

Technik | Aussenschaltzüge

Aussenschaltzüge. Na und? Da habe ich mir auch nicht wirklich Gedanken zu gemacht als ich mein Bike beim Händler aussuchte. Wie über so vieles nicht…

Das man Schaltzüge für die Schaltung auch innerhalb des Rahmens verlegen kann war mir damals nicht wirklich bewusst und ich hätte den enormen Vorteil auch nicht erkannt. Damals.
Jetzt wo ich bereits mehrere hunderte Kilometer im Dreck und Schlamm mit meinem Bike verbracht habe, fange ich an da mal etwas genauer drüber nachzudenken.

Das erste mal habe ich vor einigen Wochen bemerkt das mein Schaltwerk sich immer schwerer dazu bewegen liess doch mal die von mir gewünschten Positionen einzunehmen. Was macht der geneigte Unwissende da natürlich zu erst? Richtig. Ordentlich Öl auf das Schaltwerk und sich wundern das das Schaltwerk jetzt zwar so richtig ordentlich geschmiert ist aber die Befehle des Gangschalters aus dem Cockpit nicht wirklich dort ankommen geschweige denn umgesetzt werden. Also mal in Denkerpose sich vor das Bike gesetzt, schlauen Blick auf und grübeln was da jetzt schon wieder los ist. Was soll da schon los sein. Gangschalter, Bowdenzug, Schaltwerk. Und auf dem Weg jede Menge Halterungen und komische Plastikverkleidungen nebst Unterbrechungen wo man wie gebannt dem Bowdenzug zuschauen kann wie er in die Plastikverkleidungen verschwindet. Was soll also jetzt kaputt, defekt oder sonst irgendwie die Schaltung beeinträchtigen. Ist ja offensichtlich keine Raketenwissenschaft.
Also kommt jetzt Plan B hervor. Der bedeutet was? Richtig! Ahnungslos etwas zerlegen in der Hoffnung es reparieren zu können und nach einem stillen Gebet wieder zusammensetzen zu können „ohne“ das zu viele wichtig aussehende Kleinteile übrig bleiben.
Somit baute ich also mal eben den Schaltzug für mein Schaltwerk aus.

Ich fand beim herausziehen der Bowdenzüge aus den Plastikverkleidungen, die man auch liebevoll Schaltzughülle nennt, was? Dreck und Rost. Die Schutzhülle ist ja nicht wasserdicht. Und wenn man so vernarrt in jede Pfütze und jedes Schlammloch ist wie ich und in jede dieser unausweichlich auf dem Weg liegenden Herausforderungen voller Freude hinein und durchfährt, dann darf man sich nicht wundern das sich Schlamm und Wasser in den Schaltzughüllen absetzen. Das ganze verdichtet sich schön und lässt die Schaltzüge mit einer recht ansehlichen Rostschicht innerhalb von Monaten um Jahre altern. Jeder Schaltvorgang erzeugt somit eine Reibung innerhalb der Schaltzughülle die selbst meinen Schalthebel zur Aufgabe durch innerlichen Zusammenbruch zwangen.

Um den ganzen Abhilfe zu schaffen ist es doch nur logisch das man auf durchgehende Schaltzughüllen umrüstet. Eine famose Idee. Wieso ist da vor mir noch niemand drauf gekommen dachte ich bei mir. Ich Genie bestellte also sofort Futter für meine Bastelstunde im Keller und freute mich schon darauf einen Schaltzug mit Hülle komplett durchgängig vom Schalthebel bis Schaltwerk an mein Bike zu klatschen. Entgegen jeglicher Physikalischen Bedenken die sich nicht hervortrauten vor lauter Begeisterung darüber das ich wieder einmal den Wert meines Bike ins unermessliche steigere.

Die Physik brachte mich jetzt beim ansehen des vor mir liegenden neuen Kevlarverstärkten Schaltzuges dazu mein Testosteron mal etwas zu zügeln und zur Abwechslung mal logisch zu denken. Und zwar habe ich mir jetzt (erst) die genaueren Hebel und Kräfteverteilungen die beim schalten notwendig sind und auftreten mal genauer betrachtet. Schalte ich oben im Cockpit mit den Schalthebel, ziehe ich ja Schaltzug. Je nachdem in welche Richtung ich schalte. Aber betrachte ich mal das ziehen des Schaltzug. Während ich also am Schaltzug „ziehe“, hält der zweite angeschweisste Schaltzughalter am Oberrohr die Schaltzughülle fest und verhindert das ich die Schaltzughülle in meinen Schalthebel hinein ziehe. Dadurch kann der Schaltzug ungehindert durch die Hülle in den Schalthebel gezogen werden und das Schaltwerk wird durch das ziehen gespannt. Soweit die laienhaft schnell erkannte Theorie des schaltens. Ich würde es jetzt als problematisch sehen, aus rein physikalischer Sichtweise, wenn auf dem Weg vom Cockpit bis zum Schaltwerk kein fester Punkt am Rahmen die Schaltzughülle so fixiert wie es vorgesehen ist. Würde ich jetzt die Schaltzughülle durchgängig ohne festen Punkt am Rahmen einfach am Rahmen mit Kabelbindern o.ä, versuchen zu fixieren, würde doch jeder Schaltvorgang der Spannung am Schaltzug erzeugt, mir den Schaltzug vom Rahmen reissen. Oder liebe Fachleute? Bitte verbessert mich wenn ich falsch liege, oder wenn ihr es geschafft habt meinen Text bis hierhin zu ertragen/lesen.

Also habe ich den Schaltzug den ich mir bestellt habe ebenso „unterbrochen“ am Rahmen verlegt und in die vorgesehen Halterungen eingeklemmt. Mit einem kleinen Unterschied. Das Set was ich mir gekauft habe, beinhaltet eine Gummihülle die man über die freiliegenden Schaltzüge ziehen kann und die Enden der Schaltzughüllen abdichtet. Das war also das ganze Geheimnis. SO hoffe ich.  Das wird ein Langzeittest zeigen und ich werde an passender Stelle darüber berichten.

Gekauft habe ich mir dieses Set: Jagwire Schaltzugset Ripcord Kevlarlook, rot und ich frage mich immer noch wie man die Schaltzughüllen richtig schneiden kann. Meine Eisensäge hat ein Ergebnis geliefert mit dem ich nicht so ganz zufrieden bin, aber leben kann. Weil ich es jetzt muss. 😉

So, ich hoffe nicht zuviel Blödsinn geschrieben zu haben und freue mich auf Kommentare dazu 😉

Lenkergriff Peaty Cheers

Die werkseitig montierten Lenkergriffe hatte ich in Erwartung an ein entspannteres Fahren gegen Ergonomische Griffe mit Hörnchen getauscht. Diese brachten mir nicht das erhoffte und somit wurden diese gegen Lizard Skins Lock-On Peaty Cheers Griff in Grau mit roten Alu Klemmschellen getauscht. Eine Entscheidung die ich bis heute nicht bereue.

Ich fahre MTB mit Handschuhen und diese Griffe geben mir genug Halt und sind nicht so empfindlich bei Dreck und Staub. Auch wenn die äußeren Klemmschellen mittlerweile etwas verkratzt sind nach diversen Ausflügen Richtung Waldboden und Seitenberührungen mit der Kellerwand, bin ich sehr zufrieden mit den Griffen. Eine klare Kaufempfehlung wer gerne runde Griffe ohne ergonomische Ausformungen fährt.

Bike Rucksack

Für meine Mountainbike Touren war ich etwas länger unterwegs mir einen geeigneten Rucksack anzuschaffen. Meine Anforderungen waren: Leicht, MTB Tauglich, Trinkblasentauglich und preislich nicht jenseits von Gut und Bösen. Der Verkäufer bei Drahtesel in Bonn (wo ich auch mein MTB erstanden habe) hat mir unter anderen den Deuter Race Exp Air gezeigt. Von diesem war ich hin und weg, da er alle meine gestellten Anforderungen erfüllt.

Heute habe ich den Rucksack den ersten Praxistest unterzogen. Ich kann nur positives berichten. Das Fassungsvermögen ist vollkommen ausreichend und der Tragekomfort ebenso. Da der Rucksack weit weg vom Rücken ist schwitzt er auch nicht voll und der Rücken wird entsprechend belüftet. Sehr angenehm. Der Race Exp Air ist ein sogenanntes H2O Modell. Dies bedeutet das eine Trinkblase aufgenommen werden kann und die erforderlichen Öffnungen im Rucksack und die Laschen am Schultergurt vorhanden sind um den Trinkschlauch herauszuführen. Hinein passt eine 3 Liter Trinkblase und auch das notwendige Werkzeug und Material für ausgedehnte Ausritte. Die 69 Euro sind da gut angelegt wie ich finde.